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Das Nürnberger Frühlingsfest ist für die meisten Schaustellerinnen und Schausteller das erste Fest, oft die erste richtige Veranstaltung im Jahr. 

Es wird deshalb sehnsüchtig erwartet, denn die Schausteller dürfen endlich wieder raus und Geld verdienen gleichzeitig bangen sie um die Einnahmen. Denn ein verregnetes, eisiges, verhageltes Fest hängt einem das ganze Jahr nach. Umgekehrt: Sonnenschein und große Menschenmengen machen glücklich und froh, das Jahr kann kommen.



Dieses Nürnberger Frühlingsfest war bombastisch. Hätte man die Besucher gezählt, wäre ganz sicher ein Rekordergebnis herausgekommen. Als Grund lässt sich einerseits sehr schönes, warmes Frühlingswetter anführen, andrerseits war es zwischendurch, beispielsweise an den Donnerstag, den Familientagen, bedeckt, teilweise regnerisch und kalt.



Aber die Volksfestbesucher kamen trotzdem in ganz großer Zahl. Das Volksfest, mit seiner Vielfalt, seinen maximal coolen Fahrgeschäften, seiner kulinarischen Qualität, seinem Angebot an Kultur, Staunenswertem, seinem familienfreundlichen Konzept, seiner über Jahre verfolgten und erkämpften Sauberkeit und Friedlichkeit kommt an. Die Leute mögen es einfach. 30 Jahre war Barbara Lauterbach für das Marketing der Nürnberger Volksfeste zuständig und was sie bewirkt hat, geht weit über das hinaus, was in diesen Beitrag passe. Es war ihr letztes Fest, danach wendet sie sich anderen Aufgaben zu.



Sie sagte dazu: „Ich sehe, dass sich die langjährige, konsequente Arbeit auszahlt. Ich konnte und durfte viel bewegen und gestalten. Ich darf das so sagen, denn ich habe immer an den Erfolg geglaubt, auch als es nicht so lief, auch in den schwierigen Phasen während der Corona-Einschränkungen. Es war ein langer Weg und es ist gut geworden.“



Lorenz Kalb, Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbandes sagte: „Ein Rekordvolksfest liegt hinter uns, die Besuchermassen sind wirklich über den Platz geströmt. Natürlich war der Wettergott mit uns, gerade an den Wochenenden hatten wir fast Sommerwetter. Besonders war, dass auch an den Tagen mit schlechterer Wetterlage die Besucher in großer Zahl hierhergekommen sind. Das war außerordentlich, wie sie mit uns gefeiert und genossen haben. Ich denke unser Programm ist sehr gut angenommen worden von den Gästen. Man merkt ja, dass an den unterschiedlichen Tagen immer wieder ein anderes Zielpublikum hierherkommt. Das Abschlussfeuerwerk war grandios, ein letzter großer Genuss. Nun sind wir ab morgen am Planen und Vorbereiten für unser Herbstvolksfest 2024. Wir freuen uns jetzt schon drauf.



Festwirt Peter Lößel, ein Mann, der nicht zu Beschönigungen neigt, gerät total ins Schwärmen: „Das war ein ganz besonderes Fest, „trotz des guten Wetters“. Und man muss sagen, zwischendurch war das Wetter auch ganz schön „greißlich“, aber dann hat es sich schnell wieder erholt und so präsentierte sich auch der Festplatz und das schlägt sich dann in meinem Betrieb nieder. Viele Leute kommen ja auch zum Essen aufs Volksfest und wir leisten hier dauerhaft einen Beitrag durch gute Qualität und besten Service. Aber die äußert attraktive Platzgestaltung liefert da die Voraussetzung dafür. Was noch besonders ist, bei so vielen Menschen: Alles bleibt hier friedlich. Wir hatten keine Auseinandersetzung, keine Zechprellerei, nichts. Alles war sehr freundlich und das kommt nicht von ungefähr.“



Tayra Kunstmann, Willis Mandeln und Jugendsprecherin des Süddeutschen Schaustellerverbandes betont: „Das Frühjahrsfest ist ja immer besonders schön, nach der Winterpause, und dieses Fest war wirklich wunderbar.“ Kunstmann stammt aus einer Erlanger Schaustellerfamilie, sie ist die jüngste von drei Kindern, sie hat noch zwei Brüder. „Für mich war schon als Kind klar, dass die Schaustellerei mein Leben ist. Ich wollte immer dabei sein und mithelfen, schon als ich noch zu klein war, um richtig zur Theke hochschauen zu können“. 2019 wurde sie zur Jugendsprecherin gewählt und begrüßt es, dass sie dadurch Einblick in die Verbandsarbeit erhält: „Die Vorstände nehmen uns richtig an der Hand, mich und meinen Kollegen Moritz Müller, und übergeben uns Aufgaben und dann haben wir freie Hand, solange alles klappt,“ erzählt sie.



Tayra Kunstmann hat sich mit 18 Jahren selbständig gemacht und ist seitdem als Unternehmerin unterwegs. „Ich war gut in der Schule und meine Eltern wollten unbedingt, dass ich eine Ausbildung mache, aber für mich kam nichts Anderes in Frage und ich habe mich durchgesetzt. Ich habe dann sofort den Lastwagenführerschein gemacht und dann ging es los, mit dem eigenen Geschäft.“



Michael Distel, der zwei Familien-Fahrgeschäfte, den „Jaguar“, eine Berg- und Talbahn und den „Wellenflug“ betreibt fügte hinzu: „Das war das Volksfest des Jahrhunderts, glaube ich, top Wetter, und so viele glückliche Leute. Bei meinen Geschäften kommt hinzu, dass sie für Familien gedacht sind und wir hier seit Jahren eine familienfreundliche Politik am Platz betreiben. Es könnte nicht besser gelaufen sein.“



Gleich vormerken: vom 23. August 2024 bis 8. September 2024 findet das Herbstvolksfest in Nürnberg statt. Die Schausteller freuen sich dann wieder auf Ihren Besuch.








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